The story behind the story

An unserem neunten Themenabend haben wir ihnen nun erstmals unsere eigene Buchreihe leben lieben lernen vorgestellt.
Anlass der Vereinsgründung im Jahr 2015 war unser Wunsch, dieses Programm zur Vermittlung universeller Werte -in mehr als 13 Ländern bereits eingeführt- auch nach Deutschland zu bringen.
Nun haben wir inzwischen 3 Bände herausgegeben, der vierte Band erscheint in wenigen Tagen. Zwei weitere werden bis zum Sommer folgen.
Also Grund genug, aufzuzeigen, wieso uns diese Bücher am Herzen liegen und was hinter dem Gesamtkonzept leben lieben lernen… alive to the world… oder aprendiendo a querer steckt.
Was macht diese Buchreihe so anders als die üblichen Erziehungsbücher und worin liegt der Mehrwert für Kinder, Eltern und Erzieher?
Was Kinder, Eltern und Erzieher hier an die Hand bekommen, ist kein moderner Knigge, kein Tugendkatalog, sondern ein vollständiges Curriculum zur Entwicklung einer reifen, lebensbejahenden Persönlichkeit und somit Chancen auf ein gelingendes Leben!
Dies haben wir erläutert anhand des konzeptionellen Aufbaus unserer Buchreihe, sowie mit Beispielen aus den bereits erschienen Bänden, die uns Susanna Filbinger-Riggert anhand von kurzweiligen, prägnanten Leseproben vorgestellt hat:
Band 3   Wir sind ein Team, 8-9 Jahre
Band 5   Einheit in Vielfalt, 10-11 Jahre
Band 6   Freundschaft, 11-12 Jahre

Tagung wertevollaufklären

Rückblick – wertevollaufklären, Tagung am 27.10.2018 in München

Die Grundlagen für eine „wertevolle“ Sexualpädagogik und kindgerechte Aufklärung sowie deren Umsetzung waren zentrales Thema dieser Tagung für Eltern, Lehrer und Pädagogen.
Unser Verein hat bei der Planung und Durchführung dieser Veranstaltung mitgewirkt und die Buchserie erstmals einem großen Publikum vorgestellt.
Eine sehr gute Resonanz hatte der „wew-workshop“, den wir neben acht weiteren  Organisationen angeboten haben.
Maßgeblicher Rahmen für alle Angebote waren die erprobten Leitlinien und Prinzipien
einer entwicklungssensiblen Sexualpädagogik.
Die Webseite des Kongresses ist noch geöffnet: wertevollaufklaeren.com
Es lohnt sich, einen Blick auf die einzelnen Veranstalter zu werfen, die unter „Workshopangebot I und II“ zu finden sind.
Ein Thema hat Andrea Heck genauer für Sie unter die Lupe genommen: Phil Pöschl von safersurfing fragte: „Soll das Internet unsere Kinder aufklären?“. Hier ihr Bericht dazu:

„Da wächst gerade eine Generation heran, die einer Flut von Pornografie ausgesetzt ist wie keine zuvor. Das Internet ist voll von gewalttätiger, abscheulicher Pornografie. Ich habe keine Ahnung, was das mit den jungen Menschen macht. Ich weiß nur, dass sie damit alleingelassen sind. Die großen Internetkonzerne müssen im Kampf gegen das Problem in die Pflicht genommen werden.“(Schauspielerin Emma Thompson, Interview „Bunte“)

Über das Thema Kinder- und Jugendschutz im Internet hat Phil Pöschl, Leiter und Gründer von Safersurfing in einem Workshop berichtet.  Kinder- und Jugendschutz im Internet ist ein Thema, das viele Eltern bewegt. Weiterlesen…

Digitalisierung und Schule

Rückblick auf unseren 10. Themenabend.

Wir haben am 5.7.2018 in Köln den Medienwissenschaftler Prof. Dr. Ralf Lankau von der Universität Offenburg zum Thema „Digitalisierung und Schule“ gehört.
Digitalisierung wurde – wie manch einer vielleicht erwartete – keinesfalls verteufelt. Ganz klar erkennbar jedoch und eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Fundiertes Wissen geht vor Handeln und der allgegenwärtige Ruf nach Digitalisierung sollte zielgerichtet hinterfragt und in die richtigen pädagogischen Bahnen gelenkt werden!

Der Vortrag brachte manche unserer vorgefassten Meinungen ins Wanken. Prof. Lankau führte nämlich aus, dass die EU-weit geltende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) trotz aller Kritik doch Sinn macht (Datenschutz ist Grundrechteschutz) und Programmieren lernen das logische Denken fördert, aber das geht auch ohne PC, denn als Einstieg in die Informatik ist es erst einmal wichtiger, sich das richtige Denkwerkzeug anzueignen. Dies lernt man z.B. spielerisch mit „CS Unplugged“ (https://csunplugged.org/en/).

Zu der offiziellen Pressemitteilung der gemeinsamen Veranstalter gelangen Sie hier.

Wir möchten Ihnen auch in Anbetracht der anstehenden Elternabende noch einige
wichtige Fakten, Fragen und Forderungen mit auf den Weg geben, falls das Thema „Digitalisierung“ in der Klasse Ihres Kindes zur Sprache kommt:

FAKTEN:

Tablets und Smartphones gehören nicht in den Unterricht. Valide belegt ist ihr großes Ablenkungspotential. Es sind „Geräte der Unterhaltungselektronik für Erwachsene“ (Steve Jobs) – unkontrollierter Datenverkehr kann nicht verhindert werden. Deshalb gehören sie gemäß der DGSVO von Mai 2018 NICHT in den Unterricht.
Datenschutz bieten geschlossene örtliche Netze (Intranet), zeitweise gezielter, kabelgebundener Internetzugang über verschlüsselte Datenleitungen, das Prinzip Edge Computing statt Cloud, d. h. sensible Daten werden nur lokal und offline generiert und verarbeitet.
Recherchestrategien und Quellenvalidierung sind Grundlagen einer qualitätvollen Internetarbeit. OER (open Education ressources) sind Einfallstore für Lobbyisten.

FRAGEN:

Was sollen die Schüler in bezug auf „Digitalisierung“ genau lernen?
Werden Daten von Schülern, z. B. Lernprofile gespeichert? Wer hat darauf Zugriff, ausserhalb der Schule?
Werden die Daten wieder gelöscht (Recht auf Vergessen)?
Netzzugang über Kabel oder WLAN?
Wird die DSGVO eingehalten?

FORDERUNGEN an die Schule:

Keine zentrale Schulcloud, Intranet (lokale Datenhaltung) statt Internet (Stichwort Edge Computing)
Datensparsamkeit statt umfangreicher Profilierung von Schülern (learn analytics)
keine langfristige und unkontrollierte Speicherung von Lernbiographien
Unterrichtsvorbereitung durch den Lehrer mittels vorherigen Herunterladens von Dateien
Vermittlung von informationstechnischem Wissen und Können mittels Arbeiten an Desktop oder Laptops, statt Tablets oder Smartphones
Unix/Linux als Betriebssystem statt Android, MacOS oder Windows
begrenztes Arbeiten im Netz
Open Source Software statt Softwareleasing in der Cloud
Verschlüsselung von Daten und Verbindungen

FORDERUNGEN an die Politik:

Lehrerfortbildung und altersadäquate didaktische Konzepte
Vom Bundesland betriebene Bildungsserver, auf denen staatlich geprüftes Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt wird
Keine ausschliessliche Beratung von Politikern durch Anbieter der Global Education Industrie (GEI)
Bereitstellung von Webadressen, die als qualifizierte Informationsanbieter staatlich geprüft sind (white lists) / nutzbar von Schülern über gesicherte Leitungen
Dies sind nur Stichpunkte, das Thema ist komplex. Wer sich tiefergehend damit beschäftigen möchte, dem sei die hervorragende Webseite unseres Referenten empfohlen. Hier werden weitergehende Fragen anhand zahlreicher Publikationen umfassend beantwortet: lankau.de

Bücheremfehlung

Bücherempfehlung:

Für Kinder von 10-13 Jahren: „Wir Powergirls“ + “Rakete startklar!“ (je 13,00 €*)

Fontis-Brunnen Basel
ISBN 978-3-03848-083-9 (Mädchen)
ISBN 978-3-03848-115-7 (Jungs)

Ein lebensbejahendes und wertorientiertes Buch haben Regula Lehmann und Pascal Gläser aus der Schweiz für Kinder in der Vorpubertät zum Selbstlesen geschrieben.

 

 

 


Für Lehrer: „Powergirls und starke Kerle“ (0,00 €*)

Regula Lehmann und Phil Pöschl
Edition Saferchildren ISBN 978-3-9502975-7-7

Sinnvoller Sexualkunde-Unterricht statt Sexualität der Vielfalt und Gendertalk- Das geht! 9 Unterrichtseinheiten Sexualkunde für Altersstufe 10-13 Jahre

Wir weisen darauf hin, dass das Buch im Download und als Printversion sowie dazugehöriges Bonusmaterial z.Zt. noch kostenfrei erhältlich ist über www.saferchildren.org

 

 

 


Für Eltern (von Kindern im Alter von 0-20 J.) „Sexualaufklärung Familiensache“ (13,90 €*)

Just do it- Bevor es andere tun von Regula Lehmann, Brunnen Verlag Basel ISBN 978-3-7655-1528-6

Erprobte Leitlinien für ein gesundes Aufwachsen von Kindern in einer sexualisierten Welt,vorgestellt aus der Sicht einer erfahrenen Mutter.

 

 


Für Jugendliche von 13-19 Jahren „Fit for Love“ (29.90 €*)

Herausgeber: Fachstelle Mediensucht
Hier bestellbar

 

Aus Deutschland und manchen schon bekannt durch unseren Themenabend zur Internetsucht. Ein Praxisbuch für Lehrer und Eltern zur Prävention von Internet-Pornographie-Konsum von Tabea Freitag

Mit Hilfe einer bindungsorientierten Sexualpädagogik führt die Autorin zu einem ganzheitlichen Verständnis von Liebe und Sexualität.

 


Für Eltern und Jugendliche (Vorpubertät bis Reife)

„sexuality explained “(GBP 12,99*)

Louise Kirk, Gracewing UK
ISBN 978-085244-808-3 oder über Amazon (19,33 €*)

 

Die Autorin aus England schreibt in sehr differenzierter Form und rücksichtsvoller Sprache, behutsam und klug aufarbeitet. Ein ungewöhnlicher Blick auf schwierige Themen, die geschickt zur Sprache kommen.

Martina Sornek, selber Mutter von vier erwachsenen Kindern und Gymnasialehrerin in der Oberstufe hat dieses Buch für uns gelesen und empfiehlt es sehr für Eltern, die ihre Kinder bilingual erziehen und /oder die Thematik in englischer Sprache als Herausforderung betrachten.


Aus unserer eigenen Buchreihe:

Für Kinder, Eltern, Lehrer von 6-19 Jahren
„leben lieben lernen“ (je 22,80 €*, 20,00 € im Direktverkauf)

Christine de Marcellus Vollmer u. Co-Autoren, bei Amazon erhältlich

 

Band 3 Wir sind ein Team 8-9 Jahre
ISBN 978-3-946676-05-8
Band 5 Einheit in Vielfalt 10-11 Jahre
ISBN 978-3-946676-02-7
Band 6 Freundschaft 11-12 Jahre
ISBN 978-3-946676-03-4

 

Die Sexualerziehung ist ein nur ein Teil des Gesamtkonzeptes unserer Buchreihe. leben lieben lernen behandelt in jedem Band in einer von ca. 7 Einheiten das Thema Aufklärung, jeweils aus der altersspezifischen Sicht und immer unter anderen Aspekten: so geht es in Band 3 um Genetik, in Band 4 um Ehe und Kinder kriegen. Band 5 behandelt verschiedene Aspekte der Pubertät, ganzheitlich und werteorientiert.

Unser Band 3 ist da!

In Band 3 unserer Reihe „leben lieben lernen“ für Kinder von 8-9 Jahren, geht es um Sport, Spiel und Teamfähigkeit. Die Kinder erkennen, dass Tugenden wie Durchhaltevermögen, Respekt, Aufrichtigkeit oder Fairness nicht nur im Sport eine große Rolle spielen, sondern auch im Alltagsleben, zu Hause und in der Schule.

Der neue Band 3 ist ab sofort bestellbar bei Amazon oder bei unseren Veranstaltungen im Direktverkauf.

Wir nehmen das Erscheinen des dritten Bandes „Wir sind ein Team“ zum Anlass nun das Gesamtkonzept unserer Buchreihe vorzustellen!

Soll das Internet unsere Kinder aufklären?“

„Da wächst gerade eine Generation heran, die einer Flut von Pornografie ausgesetzt ist wie keine zuvor. Das Internet ist voll von gewalttätiger, abscheulicher Pornografie. Ich habe keine Ahnung, was das mit den jungen Menschen macht. Ich weiß nur, dass sie damit alleingelassen sind. Die großen Internetkonzerne müssen im Kampf gegen das Problem in die Pflicht genommen werden.“(Schauspielerin Emma Thompson, Interview „Bunte“)

Über das Thema Kinder- und Jugendschutz im Internet hat Phil Pöschl, Leiter und Gründer von Safersurfing in einem Workshop berichtet.  Es ist ein Thema, das viele Eltern bewegt. Vor den Risiken des Internets muss man nicht nur Kinder schützen, sondern auch Erwachsene warnen: „Knapp vier Stunden verbringen 14- bis 15- Jährige täglich im Internet. Das sind 20 Minuten mehr als im Vorjahr. Unglaublich: Ein ganzer Nachmittag oder Abend, den Großteil der freien Zeit am Handy oder vor dem Computer sitzend“.

Diese Zahlen sind erschreckend, aber viel schimmer ist, dass die Eltern kaum wissen, was ihre Kinder alles im Internet sehen oder welche Seiten sie besuchen. Auf der Website von Safersurfing ist eine Studie der Middlesex University London (Mai 2017) zum Thema Pornografie im Kindes- und Jugendalter veröffentlicht. Sie beschäftigt sich mit dem Einfluss von Online-Pornografie auf Werte, Einstellungen und Überzeugungen von Kindern und Jugendlichen. Bei der repräsentativen Studie wurden Jungen und Mädchen im Alter von 11 bis 16 Jahren befragt. Von den befragten Studienteilnehmern gaben 28% der Kinder und Jugendlichen an im Alter von 11-12 Jahren zum ersten Mal mit Pornografie in Berührung gekommen zu sein. Mit 65% hat im Alter von 15-16 Jahren schon weit über die Hälfte der Kinder und Jugendlichen Online-Pornografie gesehen. Darüber hinaus bestätigt die Studie ein Phänomen, das bereits in vorangegangenen Studien aufgezeigt wurde: Der Erstkontakt mit Pornografie ist meist nicht intendiert. Bei ihrem ersten Aufeinandertreffen mit Internetpornografie haben laut der englischen Studie nur 22% der Kinder Jugendlichen gezielt danach gesucht. 46% stolperten zufällig darüber z.B. durch ein Pop-Up und 22% wurden die pornografischen Bilder von anderen gezeigt.

Laut eigenen Aussagen reagieren 27% der Kinder und Jugendlichen bei ihrem ersten Pornokontakt geschockt. Bei all denen, die anschließend weiter Pornos schauen, sinkt dieser Wert auf 8%. Hier lässt sich ein deutlicher Desensibilisierungsvorgang erkennen.

Sehr hilfreich für die Eltern sind die kostenlosen Internetfilter (bis jetzt waren fast alle kostenpflichtig!) wie z.B von der Firma Kaspersky, die auch für die Smartphones und Apps geeignet sind (www.my.kaspersky.com).

Herr Pöschl betont: „Die Eltern sind der effektivste Kinderschutz im Internet“. Den Elternratgeber von Safersurfing findet man hier: https://www.safersurfing.org/kinderschutz/

Digitalisierung und Schule: „Was brauchen unsere Kinder?“

Einladung zum 10. wew Themenabend

Zu Gast in Köln: Vortrag/Diskussion

Liebe Leser,

unseren 10. Themenabend planen bieten wir diesmal in Kooperation mit der Kölner Arbeitsgemeinschaft „Eltern für eine gute Schule“ sowie drei weiteren Elternverbänden zusammen an. Das Thema ist so wichtig, dass wir hoffen, Sie ausnahmsweise auch zu einem abendlichen Ausflug nach Köln bewegen zu können:

Die digitale Schule ist eines der Schwerpunktthemen der neu gebildeten Regierung in Berlin, kein Bildungspolitiker verzichtet darauf, hier massive Forderungen zu stellen und Gelder werden umfangreich zur Verfügung gestellt. Die Vorstellungen davon, was allerdings genau unter „Digitalisierung der Schule“ zu verstehen ist, sind sehr unterschiedlich und keines falls unstrittig.

Die Vorschläge reichen vom Ausbau der Glasfasernetze für alle Schulen über individuelles Lernen mit digitalen Geräten auch in der Grundschule, Programmierunterricht bis hin zu Tablets für jedes Kind. Gemeinsam ist allen Vorschlägen, dass es weniger um Lerninhalte, Gesundheitsaspekte und Persönlichkeitsentwicklung als um Lernmethoden, digitale Fähigkeiten und deren technische Voraussetzungen geht. In Frankreich hingegen sind Smartphones ab September 2018 in der Schule verboten. Die Großen der IT-Branche wie Bill Gates z.B. sind ebenfalls äußerst rigide gegenüber ihren Kindern, was den Gebrauch von digitalen Medien angeht und wir kennen nur wenige Eltern, die nicht in Sorge wegen eines exzessiven digitalen Mediengebrauchs ihrer Kinder sind. Andererseits möchten wir alle mit der Entwicklung unseres Technologiestandortes mithalten und unseren Kindern Teilhabe ermöglichen.

Was also ist der richtige Weg?

Wir alle wissen, dass die Digitalisierung der Schule keine Frage des ob ist, sondern eine Frage des wie, aber wir Eltern sollten uns diese Frage nicht aus der Hand nehmen lassen und mitdiskutieren.

Referent ist Professor Dr. phil. Lankau, der an der Hochschule Offenburg Mediengestaltung und –theorie lehrt. Durch seine herausragende Qualifikation als anerkannter Experte auf diesem Gebiet wird er das Thema umfassend behandeln und zu allen Fragen rund um diese große Herausforderung für die ganze Gesellschaft qualifiziert Stellung beziehen.

Wir freuen uns darauf, wenn Sie dabei sind und mitdiskutieren!

Mit herzlichen Grüßen

Gilla Frank, Andrea Heck und Mareile Albertz

Lesezeit: Gute Bücher zur Sexualkunde

Lesezeit am 7. November 2017

Wie versprochen, widmen wir uns nun bei unserem achten Themenabend den Büchern, die wir empfehlen möchten für einen sensiblen Bereich der Erziehung, der uns auf Grund der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung geradezu herausfordert, uns intensiv mit diesem Thema zu befassen!

Damit dies zu einer gelingenden Persönlichkeitsentwicklung Ihres Kindes beiträgt, kommt es auf das richtige Material an: alterssensibel, bindungsorientiert, wertvoll:

Wir stellen vor:

Für Kinder von 10-13 Jahren „Wir Powergirls“ +“Rakete startklar!“

Ein positives, lebensbejahendes und wertorientiertes Buch haben Regula Lehmann und Pascal Gläser aus der Schweiz für Kinder in der Vorpubertät zum Selbstlesen geschrieben.

Für Lehrer „Powergirls und starke Kerle“

Sinnvoller Sexualkunde-Unterricht statt Sexualität der Vielfalt und Gendertalk- Das geht! Auch hier ist Präventionsfachfrau Regula Lehmann mit im Boot!

9 Unterrichtseinheiten Sexualkunde für Altersstufe 10-13 Jahre

Für Eltern „Sexualaufklärung Familiensache“

Just do it- Bevor es andere tun von Regula Lehmann

Hier werden erprobte Leitlinien und Prinzipien, die ein gesundes Aufwachsen von Kindern mitten in einer sexualisierten Welt unterstützen und fördern, vorgestellt als Ergebnis des persönlichen Weges einer erfahrenen Mutter.

Für Jugendliche zwischen 13-19 Jahren „Fit for Love“

Ein Praxisbuch für Lehrer und Eltern zur Prävention von Internet-Pornographie-Konsum von Tabea Freitag.

Brandaktuell, praxisnah und wissenschaftlich fundiert auf der Basis einer bindungsorientierten Sexualpädagogik.

Für Eltern und Jugendliche von der Vorpubertät bis zur Reife „sexuality explained“

Die feinsinnige Autorin Louise Kirk aus England schreibt in sehr differenzierter Form und rücksichtsvoller Sprache, behutsam und klug aufarbeitet. Für Eltern, die die Thematik in englischer Sprache als spannende Herausforderung betrachten und/oder ihre Kinder bilingual erziehen.

Für Kinder, Eltern, Lehrer von 6-19 Jahren „leben lieben lernen“

Unser Team wird in wenigen Worten den Aufbau unserer eigenen Buchserie leben lieben lernen darlegen und erklären, inwieweit auch diese Bücher das Thema Aufklärung berühren, insbesondere auch da, wo das Thema Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund steht.

Band 3 Wir sind ein Team 8-9 Jahre (erscheint demnächst)

Band 5 Einheit in Vielfalt 10-11 Jahre

Band 6 Freundschaft 11-12 Jahre

Wir werden für die Buchvorstellung ca. eine Stunde brauchen, anschließend liegen die Bücher zur Ansicht aus und natürlich bleibt viel Raum für Gedankenaustausch und Diskussionen mit Ihnen/Euch, liebe Gäste.

Sexualerziehung in der Schule: hilfreich oder heikel

Frau von Heeremann hat sich diesem sensiblen Thema in respektvoller und abwägender Form gewidmet. Sie vertritt die Auffassung, dass in der Schule Sexualpädagogik gelehrt werden soll, diese aber auf Werten basieren muss und nicht ausschließlich biologisch orientiert sein darf. Möglichst schnell „auszuprobieren“ und eine Art sexualisierenden Unterricht zu gestalten, hält sie aus einer Reihe von Gründen für sehr problematisch.

Was den Unterricht der Sexualkunde betrifft, gibt es in NRW seit dem 2. August 2001 Richtlinien, die eine gute Grundlage bieten mit vielen Mitwirkungsmöglichkeiten für Eltern; Schulunterricht kann aber nur in Ergänzung zur Bildung im Elternhaus gut sein, auf deren religiöse und andere Werte unbedingt Rücksicht genommen werden muss.

Eltern haben hier eine „Holschuld“: „Wir müssen hingehen, uns informieren, die Lehrer fragen was sie machen, welche Medien verwendet werden, denn darüber muss Auskunft erteilt werden!“, appelliert die Referentin an die anwesende Elternschaft.

Die Sexualpädagogik der Vielfalt, eine Ideologie, die in manche Schulen vertreten wird, propagiert, dass „alles ausprobiert werden soll“ und die Genderidiologie, die das biologische Geschlecht als eine rein willkürliche Einteilung betrachtet, die nichts über die psycho-soziale Identität der Kinder aussage, haben sich in den letzten Jahren in die Klassenzimmer eingeschlichen.

Diese Art von Unterricht könne schnell zu einer Verletzung des Schamgefühls, der Schamgrenze führen – einem Schutz, der den innersten Kern des Menschen bewahrt. Der Kern einer Person besteht aus Leib und Seele. Schamgefühl ist daher ein unschätzbarer Wert.

Menschen auf ihre sexuelle Orientierung zu reduzieren dürfe nicht sein, jeder Mensch sei vielmehr gleichwertig neben den anderen zu sehen.

Allgemeine Prüfsteine für eine erfolgreiche und positive Sexualerziehung:

  • Erkennen die Schüler die Würde der menschlichen Sexualität als Kraft der Bindung und des Lebens?
  • Wird das Bewusstsein für Bindungsfähigkeit und die Bereitschaft zu Ehe und Familie gefördert?
  • Wird zur Verhinderung von Teenagerschwangerschaften und Abtreibungen erzogen?
  • Wird das Schamgefühl der Kinder verletzt oder als hoher schutzwürdiger Wert erkannt?
  • Werden Schüler aufgrund undifferenziert und unkritisch betrachteter homosexueller und bisexueller Verhaltensweisen in einer sensiblen Altersphase unzulässig manipuliert?

Jetzt ist die Zeit aufzupassen! Die nächsten Elternabende stehen vor der Tür!

Fordern Sie die Vorstellung des gesamten Unterrichtskonzeptes für die Sexualerziehung und lassen Sie sich das gesamte geplante Bildmaterial, die Videos und die Bücher zeigen.

Prüfen Sie, ob die angebotenen Informationen für die Entwicklung Ihres Kindes angemessen sind, ob Unterrichtsinhalte und -medien von Ihren persönlichen Überzeugungen abweichen oder Rücksicht nehmen auch auf Ihre religiösen Vorstellungen, und auch ob der Unterricht die sichere Identitätsfindung des Kindes als Junge oder Mädchen unterstützt oder dem entgegenwirkt.

Vor allem ist es wichtig, dass Sie sich selbst mit den Themen beschäftigen und dass Sie mit Ihrem Kind im Gespräch bleiben.

Welche Bücher Ihnen dabei helfen können, was wertvoll und entwicklungsfördernd

ist, erfahren Sie bei unserem nächsten Themenabend!

 

 

Eltern für eine gute Schule

Zusammen mit der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW, dem Elternverein NRW, dem Landesverband NRW der Eltern und Förderer sprachbehinderter Kinder und Jugendlicher möchten wir Sie herzlich zu unserer ersten gemeinsamen Veranstaltung am 2. Mai in Köln einladen.
Wie Sie dem folgenden Plakat entnehmen können, freuen wir uns über die Vorträge des Bildungsexperten Dr. Matthias Burchardt und der Kinder- und Jugendpsychiaterin Dr. Elke Möller-Nehring. Und natürlich auf die gemeinsame Diskussion mit Ihnen.

 

 

Ü3 Betreuung Chancen und Risiken

Wussten Sie schon, dass das Deutsche Ärzteblatt bereits im September 2014 titelte: „Stresshormon verringert Knochenstabilität bei Kindern“
www.aerzteblatt.de/Stresshormon-verringert-Knochenstabilitaet-bei-Kindern

und die AOK im Jahr 2012 feststellte: Im Osten der Republik gibt es eine signifikant höhere Zahl an Knochenbrüchen. Dort scheint man gefährlicher zu leben: In Rostock 7,15% Knochenbrüche gegenüber Duisburg mit 3,29%.
https://www.presseportal.deknochenbruch-risiko-ist-im-osten-besonders-hoch-bundesweite-frakturen-statistik-zeigt-grossstaedte

Dass dies mit der flächendeckenden Kitabetreuung in der ehemaligen DDR zu tun haben könnte, liegt auf der Hand, wenn man die Erkenntnisse aus der großen amerikanischen NICHD Studie (National Institute of Child Health and Development) betrachtet: Bis zu 90% aller frühbetreuten Kinder haben eine Cortisolspiegel, der dem eines Managers mit Burn-Out Syndrom vergleichbar ist!
https://www.fachportal-bildung-und-seelische-gesundheit.de

Diese und weitere erstaunliche Erkenntnisse hat uns Dr. Dorothea Böhm in ihrem wissenschaftlich fundierten Vortrag am 6.März über die Chancen und Risiken der U3-Betreuung dargelegt.

Ihre häufigste Frage: Haben Sie schon mal von dieser Studie gehört? Leider nein, war die Antwort zu der Frage aus dem Publikum, bei der es um die größten Studien zum Thema frühkindliche Stressbelastung im Zusammenhang mit einer frühen Krippenbetreuung ging und zwar aus den USA, Kanada und Österreich.

So schwirrten uns die NICHD-Studie, Wiener Krippenstudie, Quebec-Studie durch den Kopf, allesamt großflächig angelegt um die Langzeitwirkung von Krippenbetreuung zu untersuchen und in Erinnerung blieb wohl am Besten: dass wir noch nie etwas davon gehört haben, – dass die Initiatoren allesamt Krippenverfechter waren und ihre Meinung massiv revidieren oder modifizieren mussten…, – dass Übergewicht, AD(H)S u.v.m. weitere Folgen der chronischen Stressbelastung bei Kindern sind und – dass selbst die kognitiven Vorteile, sprich Bildung, erstaunlicher Weise nur sehr begrenzt nachweisbar sind (unter 5% lt. Nubbek-Studie/Deutschland)

Aber es gibt auch gute Nachrichten: eine Fremdbetreuung ist bei höchster Qualitätund zeitlicher Begrenzung (ab dem zweiten Lebensjahr max. 20h und max. halbtags, siehe auch „Bielefelder Empfehlungen“) ggf. unschädlich, je nach individueller Bereitschaft des Kindes.

Für unsere Gäste vor Ort gibt es auf Wunsch wieder den Originalvortrag zum Nachlesen.
Weiterführende Informationen für alle:

www.fachportal-bildung-und-seelische-gesundheit.de
www.sicherebindung.at
www.fuerkinder.org
www.attachmentparenting.org