Hintergründe der Buchreihe

Die Autorin Christine Marcellus von Vollmer hat vor kurzem in Rom bei einem Treffen der Päpstlichen Kongregation für Katholische Erziehung und der ELA (European Association for Family Law and Policy) diesen folgenden Vortrag über die Hintergründe unserer Bücherreihe gehalten. Hier die deutsche bearbeitete und gekürzte Version. Vollständiger Originalvortrag siehe englische Version:

Wertevoll wachsen e.V

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Erziehen heute und morgen – eine Erneuerung der Gesellschaft.  

Das Herz der Kirche: Erziehen mit christlichen Werten Christine de Marcellus Vollmer, Rom 17. – 18. November 2015

I.Einführung

Als Eltern und Erzieher müssen wir sicherlich auf alle zugehen, die einen Bedarf an Erziehung und Bildung haben. Heute möchte ich mich auf einen besonderen Bereich konzentrieren, nämlich, wie der Titel schon vorwegnimmt, auf das Wesen und den Auftrag der Kirche.

Eine Erziehung mit christlichen Werten muss uns außerordentlich wichtig sein, denn ohne sie können weder Gesundheit, Wohlstand noch Chancengleichheit den Menschen zu Zufriedenheit und einem Leben in Fülle führen.[1] Die Bedeutung des kirchlichen Engagements für Erziehung wurde bereits wiederholt als Teil der Neuevangelisierung hervorgehoben. Mit der „Globalisierung“ und einer neuen Vernetzung in der Welt gibt es neue Chancen, um dem heute eklatanten Erziehungs- und Bildungsnotstand entgegen zu treten. Jetzt ist es an der Zeit, neue Methoden für eine Bildung und Erziehung „Zum Leben“ und dem Nächsten gegenüber zu entwickeln und mit dem Blick auf das Wohl unserer Gesellschaft in die Praxis umzusetzen.

II. Das Problem

Die bekannten Probleme des Zerfalls von Ehe und Familie, der jungen Menschen ohne klare Vorstellung von Ehe und Familie sowie der Not, die bei allein erziehenden Müttern entsteht, untergraben in einem erschreckenden Ausmaß das Erreichen von Zufriedenheit und Lebensglück. Untersuchungen über diese Entwicklungen in unserer Gesellschaft weisen immer deutlicher darauf hin, dass sich unsere Kultur mehr und mehr von dem entfernt, was wir unter universellen Werten oder jüdisch- christlichen Tugenden verstehen. Gerechtigkeit und Solidarität fehlen augenscheinlich am meisten. Aber die Substanz der Gesellschaft benötigt weitere Werte, die auch untergraben werden durch die gegenwärtige Tendenz zu Materialismus, Egoismus und Relativismus.

Diese neuen Entwicklungen haben nicht nur die Struktur der Gesellschaft geschwächt, was die steigenden Zahlen von Jugendkriminalität und Drogenkonsum zeigen, sondern sie destabilisieren auch menschliche Beziehungen und insbesondere die Ehe, was zu einem Teufelskreis von Verhaltensweisen führt, die das Wohlergehen der Menschen gefährden. Die Kirche, Papst Benedikt, der Päpstliche Rat für Familie und zuletzt, die Familiensynode, haben eine bessere Vorbereitung auf die Ehe, insbesondere neue Methoden für eine langfristige Vorbereitung auf die Ehe gefordert. Eine gute Vorbereitung auf die Ehe, und auch eine gute Vorbereitung auf das Leben, erfordern das Erlernen von christlichen Werten, vor allem von Loyalität, Großzügigkeit, Geduld, Ausdauer, Gerechtigkeit, Verständnis, Solidarität und Engagement.[2]

Das 20. Jahrhundert hat große Umwälzungen erlebt, darunter zwei schreckliche Weltkriege, eine große Finanzkrise, die Kulturrevolution der 1960er Jahre und die damit verbundene sexuelle Revolution.[3] Die traditionelle Vermittlung von Tugenden und Werten wurde untergraben.[4] Viele Eltern von heute sind selbst Kinder der „68er Generation“ und in dem Glauben erzogen worden, dass allein der gute Wille zählt und dass schon der Begriff „Tugend“ an sich eine nicht zu akzeptierende Wertung darstellt. Universitäten gaben den Anstoß zu diesem Denken, so dass sich heute viele Eltern im Westen ziemlich verloren fühlen mit der Frage, ob sie ihren Kindern überhaupt Orientierung geben sollen oder nicht.

Leider muss man zugeben, dass auf christlichen Werten basierende Charaktereigenschaften nicht mehr das Ideal und die Richtschnur für Gesetze und die anerkannte Kultur sind, die sie 12 Jahrhunderte lang waren. Christen fühlen sich oft verunsichert und sehr allein. Kinder und Jugendliche leiden unter den Folgen dieser Entwicklung in tragischem Ausmaß. Nicht nur durch das Zerbrechen von Familien, sondern auch, weil sie weder ein Verständnis für christliche Werte haben, noch wissen, wie diese zu leben sind.[5] Christliche Werte sind nicht mehr die Grundlage für einen allgemein anerkannten Verhaltenskodex. Und so sehen wir im Westen in zunehmender Zahl junge Menschen, die die Schule abbrechen, die Drogen nehmen, ohne Trauschein zusammen ziehen und sich dafür entscheiden, ihre Kinder außerhalb einer Ehe zu bekommen. Der Preis, den wir dafür zahlen, ist hoch und steigt weiter an. Allein was sexuell übertragbare Krankheiten, Unfruchtbarkeit und niedrige Geburtenraten betrifft, ergeben sich hieraus sehr traurige Konsequenzen.

III. Die Suche nach einer Methode

In Lateinamerika, wo diese Probleme und ihre Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenbruch deutlicher sind als in Europa, war es unser Ziel, einen Weg zu finden, um diese Entwicklungen aufzuhalten. Auch wenn es ehrgeizig erscheinen mag, ist dieses Ziel jedoch nicht unmöglich, weil ständig neue Generationen von Kindern geboren werden. Kinder neigen dazu, wissen zu wollen, was richtig ist und es auch zu lernen. Die Schwierigkeit für diese neuen Generationen von Kindern ist, dass Ihnen unzureichende Verhaltensmodelle gegeben werden. Verhaltensweisen, die Menschen in der Regel instinktiv als richtig erkennen, werden nicht in inhaltlich aufeinander aufbauender Form unterrichtet. Die dem Menschen eigene Sehnsucht nach Transzendenz[6] wird erstickt durch eine Politik der Gleichmacherei. Die Medien, die Werbeindustrie und vieles mehr überfordern Kinder und Jugendliche mit Verlockungen und Angeboten, materialistisch, egoistisch und unmoralisch zu leben und zu handeln. Wir haben jedoch herausgefunden, dass Kinder und Jugendliche, wenn sie früh genug sensibilisiert und regelmäßig gelobt und bestärkt werden, von der Logik der Werte so angesprochen werden, dass sie diese als Lebenshaltung praktizieren möchten.

Alle Kinder und Jugendliche, unabhängig von ihrem Umfeld, wollen „jemand sein“ und respektiert und anerkannt werden als die Person, die sie sind in ihrer Einzigartigkeit. Wir haben einen enormen Bedarf an ganzheitlicher Bildung bei allen wahrgenommen, die in den verschiedenen Bereichen von Bildung und Erziehung tätig sind, vor allem aber an Grundschulen und weiterführenden Schulen, an denen die Formung und Entwicklung des jungen Verstandes am wirksamsten ist. Wenn wir lehren, wie universelle Werte und Tugenden gelebt werden, können wir ein Umfeld gegenseitigen Respektes und Verständnisses für die Würde eines jeden Menschen schaffen.

So kann der Schüler dies bei sich selbst und an anderen erkennen und praktizieren. Unser Ziel war es, diese Werte präzise zu formulieren und den Schülern zu helfen, diese zu verinnerlichen. Dies setzte eine solide Basis in der christlichen und universellen Anthropologie voraus. Die erste Aufgabe unseres interdisziplinären und internationalen Teams bestand darin, herauszufinden und aufzulisten, welche Werte oder Tugenden in sozial schwachen Familien am meisten fehlen, und dann diejenigen Werte zu benennen, die in starken Gemeinschaften, Familien oder Ethnien vorhanden sind. Wenn man die zunehmenden Probleme unserer Gesellschaft betrachtet, dann steht der berufliche Erfolg im Leben immer mehr im zentralen Fokus von sozialen Studien. In der Tat haben die Arbeiten von Martin Seligman und Angela Duckworth von der Pennsylvania University unsere Analyse bestätigt. Heute ist allerdings eine Wende in der Psychologie zu beobachten, wie beispielsweise von den Vertretern der positiven Psychologie.

Haltungen wie Dankbarkeit, Großzügigkeit, Selbstbeherrschung und Vertrauen wird eine größere Bedeutung für den Erfolg im Leben zugemessen, sogar mehr als dem Intelligenzquotienten.[7] In einer anderen Studie haben Forscher an der University of Michigan und West Point gezeigt, dass sowohl Ausdauer und die Ausrichtung auf langfristige Ziele wichtiger für Erfolg geworden sind als akademische Fähigkeiten.[8] Ein weiterer interessanter Beitrag, der die Bedeutung von Werten oder zumindest von Charakterbildung, hervorhebt, wurde von Walter Mischel verfasst mit dem berühmten Marshmallow- Experiment.[9]

Die Herausforderung unseres Teams lag darin, eine Methode zu entwickeln, mit der diese Fähigkeiten verständlich, attraktiv und damit praktikabel in der komplizierten Welt von heute gemacht werden. Unsere Methode heißt „Alive to the World“ (in deutsch: leben lieben lernen), ein 13-stufiges Unterrichtsprogramm, das nicht nur Werte lehrt und wie man diese umsetzt[10], sondern auch richtiges Urteilen fördert und zwar dadurch, dass die entsprechenden Entwicklungsphasen des kindlichen Gehirns genutzt werden.[11] 

Unser Herr lehrte in Gleichnissen, wie es andere große Lehrer vor und nach seiner Zeit auch taten. Und das war auch die pädagogische Methode, für die wir uns entschieden haben mit „Alive to the World“. Die Prinzipien der „Anthropologie der Liebe“ von Johannes Paul II[12] waren Grundlage für die „Fortsetzungsgeschichte“ einer Gruppe von Kindern im Alter von 5 bis 18 Jahren, die gemeinsam aufwachsen. Diese spannende Geschichte[13], die in 13 aufeinander aufbauenden altersgerechten Büchern beschrieben wird und in Schulen eingesetzt werden soll, folgt einer Pädagogik der Charakterentwicklung.[14] Sie berücksichtigt handfeste Psychologie und das neueste Wissen über die Hirnentwicklung.[15] Sie hat sich bisher in 14 Ländern und 4 Sprachen als erfolgreich erwiesen.

Während der Entwicklung unseres Konzeptes von „Alive to the World“ hat unser Team einen Begriff geprägt, den wir „Pädagogik der Integration der menschlichen Person“ genannt haben.[16] Diese Pädagogik bildet den theoretischen Rahmen für eine allgemeine pädagogische Sichtweise, die den körperlichen, emotionalen und geistlichen Dimensionen in gleichem Maße Bedeutung zumisst und diese integriert. Ziel ist das sogenannte „Integrum“, ein inneres Gleichgewicht, auch bekannt als Integration.[17] Integration ist die Notwendigkeit, die verschiedenen Dynamiken oder Handlungsebenen zu harmonisieren, die eine menschliche Person ausmachen. Wenn die spirituelle Ebene, mit Intelligenz und Willen, und die Gefühlsebene, mit ihren sehr unterschiedlichen Emotionen in Verbindung gebracht werden mit bewusstem Handeln, erlebt sich das Individuum als ein zusammenhängendes Ganzes. Reife und gelingendes Leben sind das Ergebnis.

Die Integration ist sicherlich eines der Ziele der Erziehung, dient aber auch als richtungsweisendes Element, um den Fortschritt der Schüler zu messen.[18] Wenn wir in der Lage sind, festzustellen, ob ein Schüler „integriert“ ist oder sich gut in diese Richtung entwickelt, können wir besser unsere pädagogische Arbeit bewerten. Alle unsere Unterrichtsbemühungen werden konzentriert und fokussiert, wenn wir dieses bestimmte Ziel haben und Parameter, anhand derer wir diese bewerten können.

Daher können wir sagen, dass die Integration der Persönlichkeit den gesamten Erziehungsprozess durchdringt. Alle an der Erziehung Beteiligten sollten gemeinsam an diesem Ziel arbeiten, um zum inneren Zusammenhalt beizutragen, der es dem Schüler ermöglicht, zu wachsen und sich zu entfalten durch die Harmonisierung seiner oder ihrer inneren Welt. Eine integrierte Persönlichkeit ist eher dazu in der Lage, Vielfalt, Globalisierung und legitime Unterschiede zwischen Personen, Institutionen und Ideen zu akzeptieren, weil das Kind die eigene Identität versteht und akzeptiert. Bei der integrierten Person verursachen Diversität und Pluralität weder Unsicherheit noch Zweifel, sondern führen zu einem Verständnis ihrer oder seiner eigenen komplementären und dynamischen Rolle in der Gemeinschaft.

Daher überwindet Integration soziale und kulturelle Unterschiede und Kategorien und erlaubt eine Sicht auf die Person als Ganzes, bei der nichts versteckt oder unterdrückt werden muss. Integration ist auch die Festigung einer handlungsstarken Persönlichkeit, die durch Selbstreflexion und Reife in der Lage ist, die verschiedenen Handlungsebenen zu harmonisieren. Tugend selbst ist also im Wesentlichen die Fülle der ganzen Person, die in souveräner Freiheit handelt, nach den koordinierten Vorgaben des Gefühls, des Wissens und des Willens, geleitet durch das, was als richtig anerkannt ist.[19] Das ist wirkliche Freiheit, die sich abhebt und unterscheidet von der einfachen Konditionierung des Verhaltens, welches sich nur orientiert an den Paradigmen des Umfeldes und dem was allgemein als zweckmäßig oder korrekt angesehen wird.[20]

IV. Die Methode

Basierend auf diesem theoretischen Wissen, haben wir jedes Schülerbuch entwickelt, bestehend aus 35 Kapiteln oder Lektionen pro Jahr entsprechend einer Stunde pro Woche. Während die Kinder sich entwickeln und Fortschritte machen im Laufe der Geschichte und die verschiedenen Facetten der Lebenssituationen verstehen, die für alle Kinder gleich sind, entsteht im Klassenraum ein guter Zusammenhalt. Nach den ersten beiden Büchern, in denen die Identität im Einklang mit der Natur, der Familie und dem erweiterten Umfeld entwickelt wird, geht es in den nächsten Bänden um Teamwork, die Belohnung von Anstrengung und das Verständnis für die Notwendigkeit, den Anderen als gleichwertige Person zu akzeptieren.[21]

Buch 3, für die 8 bis 9 Jährigen, handelt vom Sport und den daraus zu lernenden Tugenden, hauptsächlich Teamwork und das beharrliche Einhalten von Regeln und den Lohn des Erfolgs.[22] Im folgenden Jahr lernen Mädchen und Jungen die verschiedenen Facetten von Solidarität, Großzügigkeit und Sorgfalt im Umgang mit eigenem und fremdem Eigentum kennen sowie den Dienst am Nächsten.[23] Das fünfte Buch, für die 10 bis 11 Jährigen, führt sie zu einem Verständnis der Schönheit von Vielfalt und Förderung von Talenten und Geschmacksrichtungen, welche die Welt so sehr bereichern. Wichtig bei diesem Text ist es, eigene Stärken und Schwächen und die der anderen kennenzulernen und zu erkennen, dass diese die Würde des Einzelnen weder mindern noch mehren. Vielmehr ist das Bemühen, an seinen Schwächen zu arbeiten die richtige Einstellung.[24]

Der folgende Band ist den Facetten der Freundschaft aller Art gewidmet und ist nach Meinung der Verfasser ein wichtiger Teil der Grundlage für eine zukünftige Ehe.[25] Der nachfolgende Band für die 12 bis 13 Jährigen behandelt die Veränderungen von Verhalten und Gefühlen, die mit der Pubertät zu tun haben. Diese werden durchlebt von den Hauptfiguren der Geschichte in einer vielfältigen Weise, was den Lesern hilft, ihre Freunde und sich selbst in verständnisvollem Licht zu sehen. Auch die Standpunkte der Eltern werden aufgezeigt.[26]

Die folgenden Bände beinhalten Verliebtheit, Liebe und Loyalität, die in der Geschichte erfahren werden ohne dabei die Werte zu vergessen, die bei früheren Freundschaften erlernt wurden. Die Themen Auseinandersetzung und Entscheidungsfindung, unter Berücksichtigung von Talenten, Interessen und später auch sozialem Engagement, machen die Sekundarstufentexte sehr faszinierend sowohl für Jungen als auch Mädchen.[27] Soziales und politisches Engagement, auch im Hinblick auf Demokratieverständnis wird in den letzten Büchern der Serie für Schüler entdeckt und behandelt. Das Konzept des Dienens, als Folge der Erkenntnis, dass das Ego nicht der Mittelpunkt allen Interesses sein darf, sondern dass das Gemeinwesen der Ort ist, innerhalb dessen Glück und Selbstverwirklichung erreicht werden können, wird schrittweise eingeführt. 

Die übergreifenden Werte des gesamten Curriculums behandeln sowohl den positiven Einfluss von Demut als auch die schädlichen Auswirkungen von Hochmut auf verschiedene Themenbereiche. Allgemein gültig ist die goldene Regel „Was du nicht willst, was man dir tut, das füg’ auch keinem anderen zu“. Jedes Schülerbuch von „Alive to the World“ wird durch einen vollständigen Lehrerleitfaden begleitet, der den Gebrauch durch den Lehrer unterstützt mit der Erklärung der Lernziele für jedes Kapitel und empfohlenen Aktivitäten und Diskussionen.

V. Ergebnisse

Seit der Einführung in 2000 Die Ergebnisse dieses innovativen und wissenschaftlichen Ansatzes, um Tugenden, Werte, Beziehungen, Gemeinschaftssinn und gleiche Würde für alle zu unterrichten, waren durchweg überraschend. Über das ursprünglich Erhoffte hinaus, nämlich eine bessere Vorbereitung auf Sexualität und Ehe, hat sich gezeigt, dass wir hier über ein außerordentliches Werkzeug verfügen. Es befähigt uns den Sinn für Werte und das Verständnis von Haltungen bei den Schülern wieder herzustellen mit dem Anspruch, einen positiven Einfluss in ihrer Welt auszuüben.

Die besten Ergebnisse wurden in den Bereichen des extremen sozialen und familiären Zusammenbruchs erzielt, wo jede Hoffnung bereits aufgegeben zu sein schien. In diesen Situationen ist es außergewöhnlich schön, die Freude bei den Schülern zu beobachten, die in ihrem Inneren ihre Gott gegebene Identität entdecken, die für das Gute steht und ihre Begeisterung, wenn sie feststellen, dass auch sie dazu aufgerufen sind, einen positiven Beitrag zu dieser Welt zu leisten und zu einem Objekt und Subjekt von verlässlicher Liebe zu werden.

Bei über einer Million Kindern und Jugendlichen, die bereits Teil dieses Experiments geworden sind, können wir aus fester Überzeugung sagen, dass es als effektiv in Lateinamerika gesehen werden kann, und das sogar in Kuba. Mehrere Länder haben sich dafür entschieden, die Bücherreihe zu veröffentlichen: In Argentinien, Chile, Peru, Ecuador, Kolumbien, El Salvador, Mexiko und Brasilien (als „Caminhos de Vida“), so wie kürzlich auch, außerhalb von Lateinamerika, in Großbritannien, Korea, Polen, Ungarn, Deutschland und Frankreich. Eine afrikanische Version soll bald in Kenia veröffentlicht werden, während sich in Litauen, Kroatien, Rumänien und Tschechien Gruppen organisieren, um diese Texte zu übersetzen und zu veröffentlichen als wertvollen Ersatz für staatliche Programme, in denen die Genderideologie und Geburtenkontrolle unterrichtet werden.

Die einfache Sprache vermeidet offenkundig religiöse Begriffe, was dieses Lehrmittel auch akzeptabel für Regierungen macht, die Kurse für Sexualerziehung suchen, die Familien mit verschiedenem Hintergrund respektieren. Diese Gründe haben zusammen mit dem Bedarf an Ehevorbereitung auch eine Gruppe in Trinidad und Tobago sowie die Diözese von Arecibo in Puerto Rico davon überzeugt, diese Bücher einzusetzen.

Dieser bedeutende Kongress fordert: „Wir müssen auch eine ganzheitliche Ausbildung anbieten, welche die gesamte Bandbreite an Menschen bereichernden Fähigkeiten entwickelt: Ihre Vorstellungskraft, ihre Befähigung, Verantwortung zu übernehmen, die Welt zu lieben, Gerechtigkeit und Mitgefühl zu unterstützen und ihre Fähigkeit, Ziele zu entwickeln, die ihre Zukunft verändern können. Innerhalb einer sich rasant verändernden Gesellschaft bedeutet die Idee der ganzheitlichen Erziehung eine andauernde Reflektion darüber, wie man die Gesellschaft erneuern kann, um sie noch reicher an Qualität, Menschlichkeit und Barmherzigkeit zu machen“.

Ich habe die Hoffnung, dass die „Vereinigung für Familienpolitik und Gesetzgebung“ in diesem 26-bändigen Material und dem begleitenden Lehrerkurs ein akademisches und praktisches Instrument findet, um es denjenigen Regierungen vorzuschlagen, die neue Generationen von starken und empathischen Individuen heranbilden wollen, die in der Lage sind, starke und empathische Familien zu gründen, damit nachfolgende Generationen von Europäern diesen Kontinent nach den schrecklichen Auswirkungen des 20. Jahrhunderts erneuern.

Vielen Dank. ELA Konferenz (European Association for Family Law and Policy), Rom, November 2015

Deutsche bearbeitete und gekürzte Version. Vollständiger Originalvortrag siehe englische Version. 
[1] An excellent analysis of this process can be seen in Jeynes, W.H.; Robinson, D. (2010). ‚Character Education in Christian Higher Education: A Historical Analysis and Contemporary Challenge (Part I)‘, Christian Higher Education, 9 (no. 4), p. 295-315.; Robinson, D.; Jeynes, W.H. Ibid.‚Character Education in Christian Higher Education: A Historical Analysis and Contemporary Challenge (Part II)‘, p. 316-335.

[2] To understand these virtues and how to teach them today, cfr. Pieper, J. (1991), A brief reader on the virtues of the human heart, Ignatius Press, San Francisco; Lickona, T. (2004), Character matters: how to help our children develop good judgment, integrity, and other essential virtues, Simon & Schuster, New York

[3] See Lickona, T. (2007). Educating for Character in the Sexual Domain ‚, Second International Congress on Education in Love, Sex, and Life Manila, Philippines November 20,

[4] Cfr. Hunter, J. D. (2000), The Death of Character: Moral Education in an Age without Good or Evil, Basic Books, New York; Smagorinsky, P. and Taxel, J. (2005), The discourse of character education: culture wars in the classroom, Lawrence Erlbaum Assoicates, Mahwah, N.J.. [5] Cfr. Kilpatrick, W. (1992), Why Johnny can’t tell right from wrong, Simon & Schuster, New York

[6] Cfr. Frankl, V. E. (1991), Man’s search for meaning. An introduction to logotherapy, Hodder and Stoughton, London [7] Cfr. Duckworth, A.L. and Seligman, M.E.P. (2005), ‘Self-discipline Outdoes IQ in Predicting Academic Performance’, Psychological Science, Volume 16-Number 12. [8] Cfr. Duckworth, A.L., Peterson, C., Matthews, M.D. and Kelly, D.R. (2007) ‘Grit: Perseverance and Passion for Long-Term Goals’, Journal of Personality and Social Psychology, Vol. 92, No. 6, 1087–1101 [9] Cfr. Kurti, A.N. (2015). ‚Hot thoughts, cold thoughts, and harnessing self-control: Walter Mischel’s the marshmallow test and the other half of the equation‘, American Journal of Psychology, (no. 3), p. 414. 10

[10] Cfr. Salls, H. S. (2007), Character education: transforming values into virtue, University Press of America, Lanham; Sandin, R. (1992), The rehabilitation of virtue: foundations of moral education, Praeger Publishers, New York; Character Education Partnership, (2012). [11] Cfr. Isaacs, D. (2001), Character building. A guide for parents and teachers, Four Courts, Dublin. [12] Cfr. Wojtyla, K. (1981), Love and responsibility, Ignatius Press, San Francisco.

[13]For the application of Story Telling in moral education, see Leming, J.S. (2000). ‚Tell Me a Story: An Evaluation of a Literature-Based Character Education Programme‘, Journal of Moral Education, 29 (no. 4), p. 413-427; Kilpatrick, W. (1992) ‚Moral Character: Story-Telling and Virtue‘, In: McLean, G.F. y Knowles, R.T. (eds.) Psychological Foundations of Moral Education and Character Development, an Integrated Theory of Moral Development, Council for Research in Values and Philosophy, Washington DC, pp. 170-183

[14] Cfr. Murphy, M.M. (2001) ‚Three Essential Components of Character Development‘, In Naval Durán, C. y Urpí Guercia, C. (eds.), Una Voz Diferente En La Educación Moral, Eunsa, Pamplona, pp. 111-129 [15] Cfr. Siegel, D. J. (1999), The developing mind, Guilford Press, New York; Schore, A. N. (1994), Affect regulation and the origin of the self: the neurobiology of emotional development, Lawrence Erlbaum Associates, Hillsdale, N.J. [16] Cfr. Beltramo, C. (2013), La Pedagogía de la Integración de la Persona Humana, Tesis doctoral, Pamplona

[17]Cfr. Wojtyla Love and responsibility, Ignatius Press, California. [18] Cfr. Bernal, A.; Beltramo, C. (2010). ‚La educación emocional entre las ciencias positivas y la filosofía‘, Comunicación Presentada en el 12o Congreso International Network of Philosophers of Education (INPE), Bogotá, Colombia. 11
[19] Cfr. Pinckaers, S. (1964), Le renouveau de la morale. Etudes pour the morale fidèle à ses sources et à mission présente, Casterman, Paris

[20] Cfr. Altarejos, F. (2004). ‚Autorregulación e integración: dos propuestas en la educación de la afectividad (D. Goleman y Tomás de Aquino)‘, Estudios Sobre Educación, 007, p. 62. [21] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C. et al. (2006), Empiezo a conocerme (Aprendiendo a Querer, Libro 1), ALAFA Ediciones, Lima; de Marcellus de Vollmer, C. et al. (2006), Estoy creciendo feliz (Aprendiendo a Querer, Libro 2), ALAFA Ediciones, Lima [22] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C. and Beltramo, C. (2006), Somos un gran equipo (Aprendiendo a Querer Libro 3), ALAFA Ediciones – UCSC, Concepción (Chile)

[23] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C., Saunders, J. and Beltramo, C. (2006), Qué bueno es compartir (Aprendiendo a Querer Libro 4), ALAFA Ediciones – Biocolor, Buenos Aires [24] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C., Saunders, J. and Beltramo, C. (2006), Diferentes y Complementarios (Aprendiendo a Querer, Libro 5), ALAFA Ediciones, Lima [25] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C., Saunders, J. and Beltramo, C. (2006), ¡Amigos! (Aprendiendo a Querer Libro 6), ALAFA Ediciones, Lima; de Marcellus de Vollmer, C., Saunders, J. and Beltramo, C. (2006), Vamos hacia la madurez (Aprendiendo a Querer Libro 7), ALAFA Ediciones, Lima

[26] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C. and Beltramo, C. (2000), Construyendo mi personalidad (Aprendiendo a Querer Libro 8), ALAFA Ediciones, Lima; de Marcellus de Vollmer, C. and Beltramo, C. (2000), Construyendo mi futuro (Aprendiendo a Querer Libro 9), ALAFA Ediciones, Lima [27] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C. and Beltramo, C. (2000), Hechos para amar (Aprendiendo a Querer Libro 10), ALAFA Ediciones, Lima; de Marcellus de Vollmer, C. and Beltramo, C. (2000), Mi futuro es importante hoy (Aprendiendo a Querer Libro 11), ALAFA Ediciones, 12
Lima; de Marcellus de Vollmer, C., Beltramo, C. and Ballón, M. (2000), Frente a las grandes decisiones (Aprendiendo a Querer Libro 12), ALAFA Ediciones, Lima; Saunders, J., de Marcellus de Vollmer, C. and Beltramo, C. (2014), Listos para el futuro (Aprendiendo a Querer Libro 13), Learnex de México, México, DF 13
April 2017 14
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Educating Today and Tomorrow- a Renewing Passion

Rome, November 16-17-18, 2015, The Heart of the Church: Educating in Christian Virtue, Christine de Marcellus Vollmer


I. Introduction

The Holy Father has called the world to a year of mercy. The works of mercy are several, but the one which particularly behooves us educators to exercise is of course to ‘Instruct the Ignorant.”   As we look about us, beyond our centers of education, we can see enormous suffering due to lack of knowledge. And in this respect it is my conviction that the greatest lack in this century is the lack of learning and understanding the Christian Virtues and….. especially…how to apply them in daily life.

As educators we must respond generously to those in need of education of every kind, but today I would like to focus on this particular area, which is, as my title suggests, the Heart of the Church.   Education in Christian virtue must certainly strike us as inordinately important, because health, wealth and opportunity without these avail a person nothing toward happiness or salvation.[1]

In this year that the Congregation for Catholic Education is celebrating the fiftieth anniversary of the Second Vatican Council’s Declaration Gravissimum Educationis and the twenty-fifth anniversary of the Apostolic Constitution Ex Corde Ecclesiae, the importance of the Church’s commitment to education has been repeatedly invoked as a part of the New Evangelization. With ‘globalization’ and a new connectedness in the world, there are new opportunities for facing today’s obvious, and often critical, “educational emergency”. Now is the time to put in practice new methods of education for living, and of openness to others, with a view to the common good.


II. The problem

The well-known problems of marital and family breakdown, young people with no clear idea of marriage or family as part of their future, and the poverty arising from single motherhood are undermining to a horrifying degree the attainment of happiness and perhaps sometimes even of salvation in our modern cities. Studies concerning the incidence of these weak points in our culture point more and more clearly to the distancing of our culture from what have been known as universal values, or Judeo-Christian virtues. Justice and solidarity are perhaps the most obviously absent. But the fabric of society requires others that are also undermined by the current tendency to materialism, egotism and relativism. These new tendencies have weakened not only the fabric of society, leading to growing statistics of juvenile crime and drug use, but are destabilizing human relations and particularly marriage, causing a vicious cycle of behaviours contrary to human thriving.

The Church, Pope Benedict, the Pontifical Council for Family and most recently the Synod on the Family, have demanded better preparation for marriage, and in particular new methods of “remote preparation.” This remote preparation for marriage, or indeed preparation for life in any capacity, requires learning to live the Christian virtues, particularly loyalty, generosity, patience, perseverance, justice, understanding, solidarity, and commitment.[2]

The 20th century has seen great upheavals, including two horrific World Wars, a great financial disturbance, the cultural revolution of the 1960s and the ensuing sexual revolution.[3] The traditional transmission of virtues and values has been interrupted.[4] In fact, many parents today are themselves children of the “60’s generation” and were educated to believe that intention is all that counts and that the very notion of virtue was unacceptably judgmental.   University campuses gave impulse to this idea to the point that today many parents in the West feel quite lost as to whether or not to give their children guidance of any kind. Sadly, it must be admitted that Christian virtue has ceased to be the ideal and norm of law and the accepted culture as it was for 12 centuries. Christians are often bewildered and feel very alone.

Children and adolescents are suffering the consequences of all of this in tragic numbers. Not only through family breakdown, but also because they are neither understanding the Christian virtues nor how to live them. [5]  These are no longer the accepted code of behavior. And so we see increasing numbers in the West of young people dropping out of school, taking drugs, cohabitating and opting to have their children out of wedlock. The toll is great, and growing. Simply in terms of sexually transmitted diseases, infertility and low birth rates the news is very sad.


III. Researching a method

Living in Latin America, where these problems and their effect on societal breakdown are more evident than in Europe, it was our goal to find an effective way to put these tendencies into reverse. Ambitious as it may seem, this goal is not impossible because new generations of children are constantly being born. Children tend naturally to wanting to know what is right and to learning to do it. The difficulty for these new generations of children is that they are given inadequate models of behaviour; and virtues, which all people recognize instinctively, are not taught in a coherent way. The in-born desire for transcendence[6] is smothered by the policies of uniformity. The media, the advertising industry and others overwhelm children and young people with encouragement to become materialistic, egotistic and immoral. We have, however, discovered that when exposed young enough and accompanied by a succession of consistent and coherent reinforcements, the logic of virtue appeals to children and adolescents as the way they would like to live. All children and adolescents, regardless of their surroundings, wish to “be somebody” and to be respected and recognized for who they are in their uniqueness.

We sensed an enormous need to offer a holistic formation to all those involved in the various sectors of education, but especially in primary and secondary, when the formation of young minds is the most effective.

In essence, as we teach how to live the universal values and virtues, we can, at the same time as forming the individual, create an environment of mutual appreciation as part of an understanding of the dignity of every human person as the student comes to see the workings of these virtues in him or herself as well as in others. Our goal was to delineate and make real in the minds of the students the respect and appreciation due to each and all in their uniqueness, irrespective of cultural differences. This required a firm basis in Christian and universal anthropology.

The first labor of our interdisciplinary and international team was to diagnose and list the values or virtues most evidently lacking where social and family weakness is present, as well as analyzing those which are present in strong communities, families and tribes.

In view of the increasing social chaos, success in life has become a major area of social studies recently and in fact the work of Martin Seligman and Angela Duckworth at Pennsylvania University have borne out our analysis. Today a new turn in psychology, as in these representatives of positive psychology, is returning to a recognition of a concept of virtue and strengths, regarding principally the importance for success in life, greater than IQ, of such virtues as gratitude, generosity, self-discipline and hope.[7] In another study researchers at the University of Michigan and West Point showed that perseverance and a zeal for long range goals was a more important factor in success than academic prowess. [8]   Another interesting contribution in this direction, regarding a return to the notion of the importance of virtue, or at least character building, is Walter Mischel and his famous experiment with the marshmallows.[9]

Our team’s challenge was to devise a method of making virtue understandable, attractive and therefore practicable in today’s complicated world. Our method is called Alive to the World, a 13-level curriculum (K-12) to not only teach values and ‘turn them into virtues’[10], but to form right reasoning in the boys, girls and adolescents, utilizing the windows of opportunity that occur naturally as the child’s brain develops.[11]

Our Lord taught by parables, as have done other great teachers, before and since His time. And this was the pedagogical method that we chose for Alive to the World. The principles of St. John Paul’s anthropology of love[12] have been used as the basis for this continuous story of a group of children as they grow from age 5 to 18. This attractive story,[13] written in 13 successive age-appropriate books to be used in schools, follows a pedagogy of the development of the personality through virtue[14], and takes into consideration sound psychology, and the latest knowledge of brain development.[15] It is proving very effective in 14 countries and is in 5 languages so far.

In developing Alive to the World, our team developed what came to be called the Pedagogy of the Integration of the Human Person (PIHP)[16]. This pedagogy is the theoretical framework of a general pedagogical view which justifies a process of teaching/learning which gives equal attention to, and integrates, the corporal, affective and spiritual dimensions, and which proposes a path toward the integrum, fostering that interior balance which we know as integration.[17]

Integration is the need to harmonize the various dynamisms or levels of action which make up the human person. When the spiritual level, with its intelligence and will, the affective level, with its competing emotions and sentiments, are integrated with the corporal effectivity of consciously-taken actions, the individual is living as a cohesive whole. Maturity and felicity will be the result. This integration is certainly one of the ends of education, and is not only a desired result, but becomes useful as a guiding element in evaluating the progress of our students.[18] To be able to say that a student is integrated, or is advancing well in that direction, allows us to better evaluate our own pedagogical efforts. All our teaching efforts are reinforced and enhanced when we have this definite and coherent goal and parameters by which to evaluate it.

So, we can say that integration of the personality permeates the entire educative process: the various transversal axis of education should collaborate in this goal, contributing to the internal coherence which allows the student to grow and flourish through the harmonization of his or her inner world. An integrated person is better able to accept diversity, globalization, and legitimate differences between persons, institutions, things and ideas because she or he understands and accepts her or his own identity. In the integrated person, diversity and plurality do not cause insecurity nor doubt, but lead to understanding her or his own complementarity and dynamic role in the larger community.

Thus integration overcomes artificial divisions and categories and allows a vision of the person as a holistic entity, where nothing needs to be hidden or suppressed. Integration is also the affirmation of the personality which implies and leads to action and is reflected in the phenomenology of this person because it is only in the harmonization of the different levels of action of the person that he or she finds her or his full splendor.

Virtue itself is essentially this plenitude of the whole person, acting in sovereign freedom according to the coordinated dictates of emotion, knowledge and will, guided by what is known to be right.[19]

This is real freedom and very different from a simple conditioning of behavior in accord with paradigms which have been determined by the environment as convenient or correct.[20]


IV. The method

It is with these things in mind that were composed each student text, consisting of 35 chapters, or lessons, per year, or one hour per week. As the children progress through the story, understanding the different facets of the situations which are universal to all children, a healthy cohesion, born of understanding, appears in the classroom. After the first two books where they explore identity, the person inserted within nature, a family and a greater neighborhood, they reach a level where they can read about the mechanics of teamwork, the rewards of effort and the process of understanding the need for accepting others as persons as worthy as themselves.[21] Book 3, for the 7-8 year-old, centers on sports and the virtues learned through them, mainly team work and the adherence to rules with perseverance and the rewards of success.[22] The following year, girls and boys learn the various facets of solidarity, generosity, care of possessions…their own and those of others…and service to others.[23] The 5th book, for the 9-10 year-olds leads them to understand the beautiful diversity and complementarity of talents and tastes which make the world so rich a place. Important in this text is learning to recognize the strengths and weaknesses of oneself and others, while these neither diminish nor increase the dignity of each, but that working to become better is the positive attitude.[24] The following text is dedicated to the facets of friendships of different kinds and is, in the opinion of the authors, an important part of the base for future marriage.[25]

The following text, for the 12-13 year-olds, examines the changes of attitudes and feelings which are common at puberty, or adolescence. These are lived by the characters in the story in a normal variety of ways which help the readers to place themselves and their companions in a comprehensible light, and to see their parents’ points of view.[26] Following this, the remaining texts include different situations of attraction, of infatuation, love and loyalty which are lived through the story without forgetting the virtues learned in earlier friendships. Negotiation and decision-taking, with considerations of talents and interests as well as contributions to the common good, make the high school texts very fascinating to boys and girls alike.[27] Service to the community, even in elected office, is explored in the final texts of this series of books for students. Service learning as an outgrowth and application of the understanding that the ego is not the center of all interest, but that the common good is the where happiness and self-realization can be attained, is gradually inserted in several different manifestations which are practicable anywhere.

Among the transversal values throughout this curriculum, the virtuous cycle of humility is applied to different themes as is the vicious cycle of pride. And a constant, although not obvious, theme is the Golden Rule of doing to others as one would be done by.

Each student text of Alive to the World is accompanied by a complete teacher guide, facilitating its use by the teacher, with explanation of the objectives for each chapter and suggested activities and discussion points.


V. Results since inception in 2000

The results of this innovative and scientific approach to teaching virtue, values, relationships, a sense of community and equal dignity has been altogether surprising. What was originally hoped to be a better preparation for sexuality and marriage, has turned out to be as well an extraordinary tool for restoring a sense of worth and an understanding of virtue in students, with an ambition to be a positive influence in their world.

The most satisfying results have been in areas of extreme social and family breakdown, where hope has all but disappeared. In these situations it is extraordinary to see the joy in the students who discover inside themselves their God-given identity as marked for the good and their enthusiasm to see that they also are called to be a positive contributor to the world and an object and subject of reliable love.

With over a million children and adolescents having been part of this experiment, we can say with confidence that it is considered effective in the Latin American countries, including Cuba. Several have opted to publish, such as Argentina, Chile, Peru, Ecuador, Colombia, El Salvador, Mexico and Brazil (as Caminhos de Vida), as well as recently non-Latin nations such as the UK, Korea, Poland, Hungary, Germany and France. An African version is due to be published shortly in Kenya, while in Latvia, Croatia, Rumania and the Czech Republic groups are organizing in order to translate and publish these texts as a healthy national substitute for programs teaching Gender Ideology and birth limitation. The simple language used avoids overtly religious terminology, making this product acceptable to governments seeking courses in ‘sex education’ which do not offend families. These reasons, as well as the need for Remote Preparation for Marriage, have also guided the decision of a group in Trinidad and Tobago and the Diocese of Arecibo in Puerto Rico.

As requested by this important World Congress, “we must also offer a holistic formation, developing a whole range of skills that enrich human beings: their imagination; their capacity to assume responsibility and to love the world; their capacity to promote justice and compassion; and their capacity to design goals that can change the future. Within such a rapidly changing society, the idea of a holistic education means reflecting continuously on how to renew this society, making it ever richer in quality, humanity and mercy.”

It is my hope that the Association for Family Policy and Law will find in this 26 volume material and the Teacher Training Course which accompanies it, an academic and practical instrument to propose to governments who desire to form the next generations as strong, happy individuals ready to form strong, happy families to produce succeeding generations of Europeans and renew this continent after the terrible effects of the bloody 20th Century.

Thank you.


[1] An excellent analysis of this process can be seen in Jeynes, W.H.; Robinson, D. (2010). ‚Character Education in Christian Higher Education: A Historical Analysis and Contemporary Challenge (Part I)‘, Christian Higher Education, 9 (no. 4), p. 295-315.; Robinson, D.; Jeynes, W.H. Ibid.‚Character Education in Christian Higher Education: A Historical Analysis and Contemporary Challenge (Part II)‘, p. 316-335.

[2] To understand these virtues and how to teach them today, cfr. Pieper, J. (1991), A brief reader on the virtues of the human heart, Ignatius Press, San Francisco; Lickona, T. (2004), Character matters: how to help our children develop good judgment, integrity, and other essential virtues, Simon & Schuster, New York

[3] See Lickona, T. (2007). ‚Educating for Character in the Sexual Domain ‚, Second International Congress on Education in Love, Sex, and Life Manila, Philippines November 20,

[4] Cfr. Hunter, J. D. (2000), The Death of Character: Moral Education in an Age without Good or Evil, Basic Books, New York; Smagorinsky, P. and Taxel, J. (2005), The discourse of character education: culture wars in the classroom, Lawrence Erlbaum Assoicates, Mahwah, N.J..

[5] Cfr. Kilpatrick, W. (1992), Why Johnny can’t tell right from wrong, Simon & Schuster, New York

[6] Cfr. Frankl, V. E. (1991), Man’s search for meaning. An introduction to logotherapy, Hodder and Stoughton, London

[7] Cfr. Duckworth, A.L. and Seligman, M.E.P. (2005), ‘Self-discipline Outdoes IQ in Predicting Academic Performance’, Psychological Science, Volume 16-Number 12.

[8] Cfr. Duckworth, A.L., Peterson, C., Matthews, M.D. and Kelly, D.R. (2007) ‘Grit: Perseverance and Passion for Long-Term Goals’, Journal of Personality and Social Psychology, Vol. 92, No. 6, 1087–1101

[9] Cfr. Kurti, A.N. (2015). ‚Hot thoughts, cold thoughts, and harnessing self-control: Walter Mischel’s the marshmallow test and the other half of the equation‘, American Journal of Psychology, (no. 3), p. 414.

[10] Cfr. Salls, H. S. (2007), Character education: transforming values into virtue, University Press of America, Lanham; Sandin, R. (1992), The rehabilitation of virtue: foundations of moral education, Praeger Publishers, New York; Character Education Partnership, (2012). ‚CEP’s Eleven Principles of Effective Character Education‘ Character Education Partnership, http://info.character.org/Portals/139743/docs/ElevenPrinciples_new2010.pdf (accessed 08/21, 2012).

[11] Cfr. Isaacs, D. (2001), Character building. A guide for parents and teachers, Four Courts, Dublin.

[12] Cfr. Wojtyla, K. (1981), Love and responsibility, Ignatius Press, San Francisco.

[13] For the application of Story Telling in moral education, see Leming, J.S. (2000). ‚Tell Me a Story: An Evaluation of a Literature-Based Character Education Programme‘, Journal of Moral Education, 29 (no. 4), p. 413-427; Kilpatrick, W. (1992) ‚Moral Character: Story-Telling and Virtue‘, In: McLean, G.F. y Knowles, R.T. (eds.) Psychological Foundations of Moral Education and Character Development, an Integrated Theory of Moral Development, Council for Research in Values and Philosophy, Washington DC, pp. 170-183

[14] Cfr. Murphy, M.M. (2001) ‚Three Essential Components of Character Development‘, In Naval Durán, C. y Urpí Guercia, C. (eds.), Una Voz Diferente En La Educación Moral, Eunsa, Pamplona, pp. 111-129

[15] Cfr. Siegel, D. J. (1999), The developing mind, Guilford Press, New York; Schore, A. N. (1994), Affect regulation and the origin of the self: the neurobiology of emotional development, Lawrence Erlbaum Associates, Hillsdale, N.J.

[16] Cfr. Beltramo, C. (2013), La Pedagogía de la Integración de la Persona Humana, Tesis doctoral, Pamplona

[17] Cfr. Wojtyla Love and responsibility, Ignatius Press, California.

[18] Cfr. Bernal, A.; Beltramo, C. (2010). ‚La educación emocional entre las ciencias positivas y la filosofía‘, Comunicación Presentada en el 12º Congreso International Network of Philosophers of Education (INPE), Bogotá, Colombia.

[19] Cfr. Pinckaers, S. (1964), Le renouveau de la morale. Etudes pour the morale fidèle à ses sources et à mission présente, Casterman, Paris

[20] Cfr. Altarejos, F. (2004). ‚Autorregulación e integración: dos propuestas en la educación de la afectividad (D. Goleman y Tomás de Aquino)‘, Estudios Sobre Educación, 007, p. 62.

[21] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C. et al. (2006), Empiezo a conocerme (Aprendiendo a Querer, Libro 1), ALAFA Ediciones, Lima; de Marcellus de Vollmer, C. et al. (2006), Estoy creciendo feliz (Aprendiendo a Querer, Libro 2), ALAFA Ediciones, Lima

[22] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C. and Beltramo, C. (2006), Somos un gran equipo (Aprendiendo a Querer Libro 3), ALAFA Ediciones – UCSC, Concepción (Chile)

[23] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C., Saunders, J. and Beltramo, C. (2006), Qué bueno es compartir (Aprendiendo a Querer Libro 4), ALAFA Ediciones – Biocolor, Buenos Aires

[24] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C., Saunders, J. and Beltramo, C. (2006), Diferentes y Complementarios (Aprendiendo a Querer, Libro 5), ALAFA Ediciones, Lima

[25] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C., Saunders, J. and Beltramo, C. (2006), ¡Amigos! (Aprendiendo a Querer Libro 6), ALAFA Ediciones, Lima; de Marcellus de Vollmer, C., Saunders, J. and Beltramo, C. (2006), Vamos hacia la madurez (Aprendiendo a Querer Libro 7), ALAFA Ediciones, Lima

[26] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C. and Beltramo, C. (2000), Construyendo mi personalidad (Aprendiendo a Querer Libro 8), ALAFA Ediciones, Lima; de Marcellus de Vollmer, C. and Beltramo, C. (2000), Construyendo mi futuro (Aprendiendo a Querer Libro 9), ALAFA Ediciones, Lima

[27] Cfr. de Marcellus de Vollmer, C. and Beltramo, C. (2000), Hechos para amar (Aprendiendo a Querer Libro 10), ALAFA Ediciones, Lima; de Marcellus de Vollmer, C. and Beltramo, C. (2000), Mi futuro es importante hoy (Aprendiendo a Querer Libro 11), ALAFA Ediciones, Lima; de Marcellus de Vollmer, C., Beltramo, C. and Ballón, M. (2000), Frente a las grandes decisiones (Aprendiendo a Querer Libro 12), ALAFA Ediciones, Lima; Saunders, J., de Marcellus de Vollmer, C. and Beltramo, C. (2014), Listos para el futuro (Aprendiendo a Querer Libro 13), Learnex de México, México, DF